Und wer sich das Weihnachtsbaum-Drama auch noch in bewegten Bildern anschauen will…

Auf Servus TV gab es auch einen Beitrag zu unserem wunderschönen Baumriesen, der für die Wiener Christkindlmarkt-Dekoration so sinnlos geschlägert und verunstaltet wurde.

https://www.servustv.com/aktuelles/v/aanb7l0l2p1k4k0g7hik/

Was mir in der ganzen Berichterstattungs auffällt:

Wir hören quer durch die Medien und in den tausenden Wortspenden, die zu diesem „Aufreger“ abgegeben wurden vor allem Zynismus und sarkastische Kommentare …kaum jemand scheint sich die Frage zu stellen, ob dieser Brauch gesunde Bäume mit über 100 Lebensjahren zu fällen und aus den Bundesländern in die Bundeshauptstadt anzukarren – um sie dem alljährlichen Gespött preiszugeben – noch zeitgemäß ist.

Ein so wunderbarer und gesunder Baum dieser Größe schenkt –
lebend – Tag für Tag 25(!) Menschen Atemluft. Für ein unsägliches Spektakel, wie es Jahr für Jahr am Rathausplatz stattfindet, wird so ein Baum gefällt. Ist das nachzuvollziehen?

Dazu kommt die „Autobahn“, die in den Wald geschlagen werden muss, um die Straße zu verbreitern, damit die riesigen Kräne und Schwertransporter überhaupt bis zu dem Standort des Baumes hinfahren können. Der stundenlange Transport erzeugt überdies ja nicht nur horrende Kosten, sondern auch unnötige Emissionen. Und weitere Bäume werden gefällt, dass man den vom Transport grausam entstellten Baum dann noch mit unzähligen Ästen, die in den Stamm gebohrt werden „aufhübschen“ kann…die 1.000(!) Lichter (Led-natürlich, man legt ja wert auf die Ökobilanz) wollen ja auch irgendwo angebracht werden. Am besten Weg ins „Transhumanistische Zeitalter“ , das ja gerade von allen Seiten so eifrig vorangetrieben wird, hätte es als Lichter-Halter eine Stahl-Baum-Skulptur auch getan. Die könnte man dann wenigstens gleich für die nächsten Jahre stehen lassen.

Das ganze traurige Weihnachtsbaum-Theater in mehreren Akten wird aber von niemandem hinterfragt. Ich höre von keinem der Journalisten, die das Thema für Zeitungen und Fernsehen aufbereitet haben ein kritisches Wort. Ebensowenig von den dazu Befragten und auch unter den tausenden Kommentarschreibern fanden sich nur ganz vereinzelte nachdenkliche Stimmen – was man wohl auch als einen Spiegel unserer mittlerweile modernen Geisteshaltung und Zeit sehen kann.

Mitgefühl, Empathie, ehrliches Nachdenken über Nachhaltigkeit und Handeln zum Schutz unseres wertvollsten Gutes und unserer Lebensgrundlage? Fehlanzeige!

Stattdessen lieber eine Berichterstatung, die nur ein paar schnelle Lacher und den Wettlauf um die beste Pointe generieren will – und im Hintergrund eine bereits allseits bekannte Grün-Politik – also Sprechblasen gefüllt mit heißer Luft (trägt übrigens auch zur Klima-Erwärmung bei!), Pseudo-Aktionen und Bevormundung durch Menschen, die das Wort Natur zwar schreiben und lauthals vor sich herposaunen, aber scheinbar nicht empfinden oder nachvollziehen können.

Nur zur Erinnerung nochmal ein Bild von unserem Baum, der unsere Herzen so unendlich berührt hat….(und immer noch berührt…)

Da fragt man sich doch:

Is des ned oarg?

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