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An der Leitha Radfahren

Zufällig in ein Mittelalterfest bei Haderswörth hinneingeplatzt und dann noch einen Damm in die Leitha (kurz davor eigentlich Pitten) gebaut 🙂

Lila-Schatzi hat sich von mir anstiften lassen und hat fleissigst mitgebaut.
Keine blauen Zehen und wunde Finger, aber fast davor.

Dann haben noch 3 Kinder mitgeholfen, und das Damm-Projekt war auch schon fertig und die Hände und Füße gut gewaschen 🙂

Leider habe ich vom Mittelalterfest zuwenige Bilder gemacht. Es gab dort auch Einiges an altem Handwerk zu sehen wie, Töpfer, Bogenmacher, Felle, Zelte, Ledermacher, Kupfer und Messinggießer, Tonflöten, etc.
Da gab es Einiges zu Probieren und zu Sehen.

Grillerei, Festzelt, Hoch- und Niederprozentiges oder Ohneprozentiges, musikalische Darbietungen und Tanzeinlagen – für das leibliche Wohl also bestens gesorgt.

Fünf schöne 30″ Holzpfeile aus ungarischer Fertigung hüpften auch sogleich in meinen Rucksack, die wollten nicht mehr nach Hause zurück. Das sah dann beim Radfahren etwas spektakulär aus 🙂

Schwammerl ( Pilze … nicht Leute :-P )

jeder ist essbar, manche allerdings nur einmal. Nachdem wir nicht ganz so lebensmüde sind haben wir uns mit einem Schulfreund und einem tollen Biologen – Gerhard Koller – auf den Weg gemacht.

Grauer Wulstling (ich sage immer Wüstling 🙂 ) graubraun, hat eine rübenartigen Stengel, Manschette gerieft, Hutkrempe nicht gerieft, riecht nach Rettich bis Erdapfelkeller und Geschmack undeutlich süßlich, Flocken auf dem Hut abwischbar, neigt an der Luft zum Bräunen. Ist ein Speisepilz.

Nicht zu verwechseln mit dem Patherpilz, rotbraun, Flocken konzentrisch um die Hutmitte, schlanke Knolle, Manschette ohne Riefen sitzt eher mittig, Geschmack süßlich

Perlpilz rötliche Töne am Hut, Stengel rosig bis rot, Lamellen rosig, Flocken auf Hut aufgedruckt, Manschette gerieft, Hutkrempe nicht gerieft. Ist auch ein Speisepilz.

Nicht zu verwechseln mit dem Patherpilz

Schmetterlingstramette auf Schwarzerle, Oberfläche der Oberseite schillernd.

Weinroter Teubling, Lamellen splittern, eine Lamelle 1 Minute kosten, wenn nicht scharf, dann ist er genießbar, schmeckt die Lamelle scharf kann das zu Magenverstimmung führen. Ebenfalls ein Speisepilz.

und da kommt noch Einiges …

Radtour zum Peischinger Wehr

Das Peischinger Wehr, wo von der Schwarza das Wasser in den Kehrbach reguliert wird, welcher anschließend in Wiener Neustadt den „Wiener Neustädter Kanal“ speißt.

Im Endeffekt hatten wir dann 61 km auf dem Tacho, also keine schlechte Leistung für einen kleinen Nachmittagsausflug.
Danach mussten zwei Pizzen dran glauben, um die Energievorräte wieder aufzufüllen 😉

Und wer sich das Weihnachtsbaum-Drama auch noch in bewegten Bildern anschauen will…

Auf Servus TV gab es auch einen Beitrag zu unserem wunderschönen Baumriesen, der für die Wiener Christkindlmarkt-Dekoration so sinnlos geschlägert und verunstaltet wurde.

https://www.servustv.com/aktuelles/v/aanb7l0l2p1k4k0g7hik/

Was mir in der ganzen Berichterstattungs auffällt:

Wir hören quer durch die Medien und in den tausenden Wortspenden, die zu diesem „Aufreger“ abgegeben wurden vor allem Zynismus und sarkastische Kommentare …kaum jemand scheint sich die Frage zu stellen, ob dieser Brauch gesunde Bäume mit über 100 Lebensjahren zu fällen und aus den Bundesländern in die Bundeshauptstadt anzukarren – um sie dem alljährlichen Gespött preiszugeben – noch zeitgemäß ist.

Ein so wunderbarer und gesunder Baum dieser Größe schenkt –
lebend – Tag für Tag 25(!) Menschen Atemluft. Für ein unsägliches Spektakel, wie es Jahr für Jahr am Rathausplatz stattfindet, wird so ein Baum gefällt. Ist das nachzuvollziehen?

Dazu kommt die „Autobahn“, die in den Wald geschlagen werden muss, um die Straße zu verbreitern, damit die riesigen Kräne und Schwertransporter überhaupt bis zu dem Standort des Baumes hinfahren können. Der stundenlange Transport erzeugt überdies ja nicht nur horrende Kosten, sondern auch unnötige Emissionen. Und weitere Bäume werden gefällt, dass man den vom Transport grausam entstellten Baum dann noch mit unzähligen Ästen, die in den Stamm gebohrt werden „aufhübschen“ kann…die 1.000(!) Lichter (Led-natürlich, man legt ja wert auf die Ökobilanz) wollen ja auch irgendwo angebracht werden. Am besten Weg ins „Transhumanistische Zeitalter“ , das ja gerade von allen Seiten so eifrig vorangetrieben wird, hätte es als Lichter-Halter eine Stahl-Baum-Skulptur auch getan. Die könnte man dann wenigstens gleich für die nächsten Jahre stehen lassen.

Das ganze traurige Weihnachtsbaum-Theater in mehreren Akten wird aber von niemandem hinterfragt. Ich höre von keinem der Journalisten, die das Thema für Zeitungen und Fernsehen aufbereitet haben ein kritisches Wort. Ebensowenig von den dazu Befragten und auch unter den tausenden Kommentarschreibern fanden sich nur ganz vereinzelte nachdenkliche Stimmen – was man wohl auch als einen Spiegel unserer mittlerweile modernen Geisteshaltung und Zeit sehen kann.

Mitgefühl, Empathie, ehrliches Nachdenken über Nachhaltigkeit und Handeln zum Schutz unseres wertvollsten Gutes und unserer Lebensgrundlage? Fehlanzeige!

Stattdessen lieber eine Berichterstatung, die nur ein paar schnelle Lacher und den Wettlauf um die beste Pointe generieren will – und im Hintergrund eine bereits allseits bekannte Grün-Politik – also Sprechblasen gefüllt mit heißer Luft (trägt übrigens auch zur Klima-Erwärmung bei!), Pseudo-Aktionen und Bevormundung durch Menschen, die das Wort Natur zwar schreiben und lauthals vor sich herposaunen, aber scheinbar nicht empfinden oder nachvollziehen können.

Nur zur Erinnerung nochmal ein Bild von unserem Baum, der unsere Herzen so unendlich berührt hat….(und immer noch berührt…)

Da fragt man sich doch:

Is des ned oarg?

Undankbare A-Löcher und Forstleute die ihr Handwerk nicht verstehen – Der Wiener Weihnachtsbaum 2021 ein Artikel in der Krone

https://www.krone.at/2546747

Und so sah er vorher aus, der Baum. Eine Schönheit, 130 Jahre alt, gleichmäßig gewachsen, Stammdurchmesser über 100cm, keine Schäden am Stamm, eine kerngesunde schlanke Fichte. So eine Fichte findet man mittlerweile schon selten in unserer Gegend.

Dafür eine Autobahn im Wald, und jede Menge lästernde Kommentare über diesen einst so stolzen Baum. Eine Sauerei. Taurig und wütend zugleich.
Der Baum stand bei uns in der Nähe, und es war jedes mal schön ihn zu sehen. Das einzige Überbleibsel in einem Kahlschlag, nun ist der Kahlschlag perfekt – besten Dank! Für ein vertrotteltes, degeneriertes und an Dekadenz nicht zu überbietendes Wiener Weihnachtsfest. Ein billiger Abklatsch von Besinnlichkeit, ein Weihnachtsfest dem Konsumrausch verfallen.

Vollpfosten von Forstleuten, die zu dumm sind einen Baum ohne Schaden mit einem Kran zu fällen. Transportleute die zu blöd sind um einen schadenfreien Transport zu bewerkstelligen und dem inkompetenten Personal, das den Baum aufstellen soll, machen aus einer wunderschönen Fichte eine „Glatzenfichte“ . Bericht laut der KRONE (Benko´s Schundblatt). Ihr seid nicht dicht und vom Fach keine Ahnung, so schauts aus!
Eben A-Löcher!

Ein Naturdenkmal ist zerstört, und dann wird noch gelästert.
Des is org!
Lila & Bertl

Ein Weihnachtsbaum für Wien, oder die verlogene Nachhaltigkeit

Der Weihnachtsbaum für den Wiener Rathausplatz soll heuer aus Wiesen im Burgenland kommen.
Das ist schön für die Wiener, wahrgenommen wird der Baum dann nur von kurzer Dauer.

Das Unschöne daran, und da sollten unsere lieben Wiener mal nachdenken, sind die Schäden die dafür angerichtet werden.
Eine Autobahn mitten im Wald, damit der Baum abtransportiert werden kann und ein toter Baum, der um die 100 Jahre! der Natur und uns Menschen stehts mit guten Diensten zur Seite stand. Ein Stammdurchmesser von ca. 100 cm bei bester Baumgesundheit ist heute schon ein Wunder.

Vielleicht sollten sich die Menschen in Wien ( und auch sonstwo ) mal fragen, wie sie es mit ihrer gern und so oft zitierten „NACHHALTIGKEIT“ so halten.
Verzichtet bitte darauf solche Baumriesen für Weihnachten zu opfern, und stellt sie stattdessen als Zeichen guten Willens unter Naturschutz, damit auch zukünftige Generationen noch etwas Luft zum Atmen haben.

Lila ist abgrundtief traurig, und ich auch.
Diesen Baum hat sie schon vor Jahren umarmt, und wollte ihn trösten, weil alles rings um ihn abgeholzt wurde. Quasi ein kleines Tal auf ca. 300m ausradiert, der Bachlauf dabei mit dem Forwarder stark in Mitleidenschaft gezogen.

Das ist auch dieser Baum, der in unserem Blog „Lila mag Bäume“ vorkommt

https://isdesned.org/wordpress/?p=136

Jetzt hat man Probebohrungen in den Stamm getrieben um die „Qualität“ zu prüfen.
Wir hatten die Hoffnung, das wenigsten dieser Riese als Samenbaum stehen bleibt. Diese Größe wird von Sägewerken gar nicht mehr so gern angenommen und verarbeitet.

Nun fällt auch er, für ein pompöses und äußerst unnötiges zur Schau stellen eines Weihnachtsfestes, das von Besinnlichkeit zum besinnungslosen Konsumrausch verkommen ist.

R.I.P du treue Seele, du kannst leider nicht davonlaufen, und wir wissen nicht, wie wir dich davor retten können.
Es war uns eine Ehre mein Freund!